Fantasy-Fernrohr 2019

Es ist November – Zeit die Kristallkugel abzustauben und den Wetterfrosch nach vielversprechenden Fantasybüchern für das letzte Jahr des Jahrzehnts auszuquetschen. Was kommt, was könnte kommen und was kommt wahrscheinlich nicht, auch wenn wir ganz fest dran glauben?


Der dreizehnte Stamm

© Knaur

Bereits terminiert ist der dritte Band von Bradley Beaulieus Wüsten-Sechsteiler Die Legenden der Bernsteinstadt. Der dreizehnte Stamm erscheint laut Verlagsprogramm am 1. Juli und wird dem Erzähltempo der ambitionierten aber etwas schwerfälligen Reihe hoffentlich Beine machen.


Das Reich der zerbrochenen Klingen

© Knaur

Denselben Tag bitte rot im Kalender markieren, denn dann öffnet auch Das Reich der zerbrochenen Klingen seine Pforten. Der Auftakt zu Anna Smith-Sparks im Englischen als Empires of Dust betitelten Trilogie kommt mit einem ganzen Strauß voller Vorschusslorbeeren und dem Versprechen von düsterer Epik um die Ecke.


The Empire of Ashes

© Orbit

Mit wolkenkratzerhoher Wahrscheinlichkeit folgt irgendwann in der zweiten Jahreshälfte das Finale von Anthony Ryans Dampf-und-Drachen-Dreiteiler Draconis Memoria. Im Steampunk bewegt sich der Schotte inzwischen ebenso trittsicher wie in der klassischen Fantasy seiner Rabenschatten-Reihe, und spektakuläre Endspiele hat er sowieso drauf.


King of Scars

© Imprint

Eine ebenfalls sichere Nummer für Herbst oder Winter sollte die erste Hälfte von Leigh Bardugos neuem Zweiteiler King of Scars sein. Ob die Rückreise von Ketterdam nach Rawka dramaturgisch unfallfrei verläuft, bleibt abzuwarten – immerhin klafft eine große Qualitätsschlucht zwischen Grischa (Daumen runter) und Krähen (Daumen schräg hoch).


Empire of Grass

© Hodder & Stoughton

Zwei Wackelkandidaten sind die nächsten Wälzer von Tad Williams und David Hair. Der letzte König von Osten Ard wird hierzulande wohl weiterhin zerhackstückelt unters Volk gebracht, Teil 2.1 könnte es noch spät ins Jahr schaffen. Und weil David Hairs Brücke der Gezeiten-Nachfolger The Sunsurge Quartet nicht ewig ignoriert werden kann, glimmt auch hier ein Funke Hoffnung.


Das Schwert von Emberlain

© Heyne

Fehlen noch die Lümmel von der letzten Bank: Scott Lynchs inzwischen schon legendär verschlepptes Schwert von Emberlain hat kein Datum mehr, sondern nur noch den Status »in Planung« (»im Traum« wäre passender). Aber wer Lynch flüstert, muss Rothfuss und Martin bölken, und spätestens dann gibts Halsschmerzen. Ach, was solls, ich sags einfach: Winterwind, ick hör dir wehen.

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