Fantasy-Flops

Zwergens nie endende Liste der nie beendeten Buchreihen


Robert Jordan: Das Rad der Zeit

Rad der Zeit

© Piper

Das Ungetüm unter den Herr der Ringe-Kopien. Die im äußersten Zeitlupentempo vorgetragene Story rund um ein Grüppchen zickiger Mädels und bauernlümmeliger Jungs, die gegen Saurons dummen Zwilling antreten, hat zugegebenermaßen hier und da ihren Reiz. Aber nicht genug, um die größtenteils haarsträubenden Dialoge länger als zwei Bände zu ertragen.


Steven Erikson: Das Spiel der Götter

Spiel der Götter

© Blanvalet

Hier verstehe ich wirklich gar nichts: Worum gehts? Wer ist wer? Was soll das und was machen die? Wie lange dauerts noch? Und vor allem: Wer will sowas lesen? Den Erfolg dieser selten kryptischen Reihe kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.


Joe Abercrombie: Die Klingen- und Königs-Romane

Die Königs-Romane

© Heyne

Ja, ich habs durchgelesen. Und zwar beide Reihen. Und es war nicht schön. Abercrombie versteht es, in seinen Büchern eine unglaublich miesepetrige Stimmung zu verbreiten, die nur noch von seinen ernüchternden Enden übertroffen wird. Wenns unbedingt sein muss, rate ich zur im Deutschen unvorteilhaft als Königs-Romane betitelten Trilogie um die Bruchsee. Ist kürzer, interessanter, besser, sogar fast gut – bis der finale Twist einen atmosphärischen Scherbenhaufen hinterlässt.


Jim Butcher: Codex Alera

Codex Alera

© Blanvalet

Abgesehen vom gekünstelten Römer-Flair wirken vor allem das kläffende Hundevolk und die beschwanzten Indianerleutchen auf ihren Kampfhühnern merkwürdig. Band eins darf bleiben, der Rest fliegt raus.


Robin Hobb: Weitseher

Weitseher

© Penhaligon

Meine einzigen Erinnerungen nach mehreren gescheiterten Anläufen: Der Junge heißt Fitz, er schläft im Pferdestall und spielt mit einem Welpen. In dieser Geschichte passiert einfach gar nichts, das Adjektiv »dahinplätschernd« wäre noch ein freches Lob.


Raymond Feist: Midkemia

Midkemia

© Blanvalet

Beim sprechenden Babydrachen war Schluss. Und der kam schon nach wenigen Seiten.


Brandon Sanderson: alles, einfach alles

Die Sturmlicht-Chroniken

© Heyne

Seit dem lesbaren aber bestenfalls durchschnittlichen Debüt Elantris ist die Connection futsch. Viel versucht, nichts gezündet, zu den Akten gelegt.


Brent Weeks: alles, einfach alles

Die Schatten-Trilogie

© Blanvalet

Ein wirklich schlimm konfuses Gesamtwerk. Weeks steckt zusammen mit Sanderson und Erikson (vielleicht nenne ich ihn ab jetzt Weekson) in der dreimal abgeschlossenen Schublade des Vergessens.


Peter Orullian: Das Gewölbe des Himmels

Das Gewölbe des Himmels

© Blanvalet

Warum eine gute Vorlage kopieren, wenn man auch von Jordans Rad der Zeit abschreiben kann? Oje.


Peter V. Brett: Dämonen-Zyklus

Dämonen-Zyklus

© Heyne

Vergewaltigt werden hier nicht nur die Charaktere, sondern auch die Leser.


David Anthony Durham: Acacia

Acacia

© Blanvalet

Band eins fängt zehnmal so gut an wie er aufhört. Und danach spazieren auch noch versehentlich verzauberte Riesenviecher durch die Weltgeschichte. Ne, lass mal.


Daniel Hanover: Dolch und Münze

Dolch und Münze

© Blanvalet

Ich hätte ja weitergelesen, aber weil die Verlagskasse zu leise geklingelt hat, war nach drei übersetzten Bänden Schluss. Na ja, Fantasy-Gestalten, die aussehen wie Rinder und Schweine? Vielleicht hatten sie recht.


Michael J. Sullivan: Riyria

Riyria

© Klett-Cotta

Ein Blender, der seinen Mangel an handwerklichem Geschick hinter dem bisschen Atmosphäre nicht lange verstecken kann.


David Dalglish: Die Wächter-Serie

Die Wächter-Serie

© Blanvalet

Hatte ich Sullivan gerade eine simple Schreibe vorgeworfen? Da muss ich mich jetzt wohl entschuldigen.


Angus Watson: Age of Iron

Age of Iron

© Piper

Ein Mix aus Historie und Fantasy, der sich leider viel zu selten ernst nimmt. Watson kann schreiben, da besteht kein Zweifel, er hat aber mindestens drei Geschichtsbücher und einen Clown zu viel gefrühstückt.


Leigh Bardugo: Grischa

Grischa

© Carlsen

Vorgestrige Mädchenfantasie von Ballkleidern, Knutschereien im Mondschein und einem peinlichen Love Triangle, die man als Trockenübung für Das Lied der Krähen verzeihen kann. Kaum zu glauben, dass es sich hier um ein und dieselbe Autorin handelt.


Marshall Ryan Maresca: Die Chroniken von Maradaine

Die Chroniken von Maradaine

© Bastei Lübbe

Er heißt Veranix, ist hauptberuflicher Zauberlehrling und spielt nachts gern Batman. Aber weil er beides ganz schön schlecht drauf hat, erlebt Warwohlnix nur öde Abenteuer, über die man Echtliebernix lesen möchte.


David Mealing: Linien der Macht

Linien der Macht

© Piper

Gerüchtehalber kam mir zu Ohren, diese frankophile Episode sei ein Werk von allerhöchster Güte, doch schon nach einer Winzigkeit von Worten schien es mir, als verursachten die monotonen Schachtelsätze, die schrullige Sprache und der übermäßige Gebrauch des Konjunktivs ein Füllhorn der Qual. Und dennoch mag der eine oder andere Lesende meinen, die Form passe in Vollendung zum Inhalt, und ja, so ists, denn auch das Erzählte ist voller Wirrnis und zur Gänze reizlos.


Leo Carew: Wolfsthron

Wolfsthron 2

© Goldmann

In einem einfallspinseligen Britannien mit Riesenwuchs haben Schwerter behämmerte Namen und Lagerfeuerrunden nur ein Gesprächsthema: Krieg und Heldenmut bis der Schmalz aus den Ohren quillt. Ein furchtbar langweiliges Debüt, das frecherweise als das nächste Game of Thrones bebuchdeckelt wurde. Sowas von nicht.


… wird fortgesetzt

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